Meditation beginnt nicht mit Stille – sondern mit dem ersten Atemzug
- Petra Sternkopf
- 28. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Juli

Ich dachte lange, Meditiation wäre nichts für mich.
Nach meinem ersten Blog haben mich einige Menschen gefragt, wie ich eigentlich
begonnen habe, meinen Weg zurück zu mir selbst zu finden.
Die Antwort überrascht viele:
Mit drei Minuten Stille.
Oder genauer gesagt: Mit dem Versuch, überhaupt drei Minuten still sitzen zu können.

Und weißt du was?
Ich konnte es am Anfang auch nicht.
Ich war überzeugt, dass Meditation nichts für mich ist. Zu viele Gedanken. Zu unruhig. Zu beschäftigt. Ich dachte, ich müsste meinen Kopf leer bekommen.
Heute weiß ich: Genau darum geht es überhaupt nicht.
Meditation bedeutet nicht, keine Gedanken mehr zu haben.
Meditation bedeutet, deine Gedanken wahrzunehmen, ohne jedem einzelnen hinterherzulaufen.
Es geht nicht darum, an nichts zu denken.
Vielleicht kennst du das.
Ein Gedanke taucht auf.
„Ich muss noch einkaufen.“
Dann der nächste.
„Habe ich eigentlich die Waschmaschine ausgeräumt?“
Und plötzlich planst du innerlich schon den nächsten Tag.
Das ist völlig normal.
Meditation heißt nicht, diese Gedanken zu verhindern.
Sie bedeutet vielmehr, sie freundlich wahrzunehmen und immer wieder zu deinem Atem, deinem Körper oder deinem Anker zurückzukehren.
Genau darin liegt die eigentliche Übung.
Deshalb sage ich heute oft schmunzelnd:
Gerade die Menschen, die überzeugt sind, sie könnten nicht meditieren, brauchen Meditation oft am meisten.
Nicht, weil mit ihnen etwas nicht stimmt.
Sondern weil ihr Alltag so laut geworden ist, dass sie sich selbst kaum noch hören.
Dabei musst du überhaupt nicht mit einer halben Stunde beginnen.
Mein Tipp
Ganz ehrlich?
Drei Minuten reichen.
Zwei Minuten reichen.
Entscheidend ist nicht die Dauer.
Entscheidend ist, dass du anfängst.
Regelmäßig.
Es gibt auch keine perfekte Sitzhaltung.
Du musst weder im Schneidersitz sitzen noch vollkommen bewegungslos sein.
Probiere dich aus.
Vielleicht sitzt du auf einem Stuhl.
Vielleicht auf einem Kissen.
Vielleicht lehnst du dich sogar an eine Wand.
Finde die Haltung, in der dein Körper für ein paar Minuten zur Ruhe kommen darf.
Mit der Zeit entwickelt Meditation etwas Wunderbares.
Etwas, das ich vorher nie bewusst wahrgenommen hatte.
Zwischen Reiz und Reaktion liegt unsere Freiheit

Zwischen jedem Reiz und jeder Reaktion gibt es einen winzigen Augenblick.
Ein kleines Fenster.
Früher habe ich dieses Fenster gar nicht gesehen.
Es passierte etwas – und ich reagierte sofort.
Aus Gewohnheit.
Aus Angst.
Aus meinen alten Mustern.
Heute nehme ich diesen Moment viel häufiger wahr.
Und genau dort entsteht Freiheit.
Ich kann innehalten.
Einmal tief atmen.
Mich fragen:
Möchte ich wirklich so reagieren?
Oder entscheide ich mich bewusst für einen anderen Weg?
Ich glaube, genau darin liegt die größte Kraft der Meditation.
Nicht darin, ruhig sitzen zu können.
Sondern darin, das Leben bewusster zu gestalten.
Nicht mehr automatisch zu reagieren.
Sondern selbst zu wählen.
Meditation verändert nicht die Welt um uns herum.
Aber sie verändert die Art, wie wir ihr begegnen.
Und manchmal verändert genau das alles.

Herzimpuls
Nimm dir heute drei Minuten Zeit.
Schließe die Augen. Beobachte einfach deinen Atem. Ohne etwas verändern zu müssen.
Nur wahrnnehmen.
Vielleicht beginnt genau dort etwas Neues.
Frage an dein Herz
Was würde sich in deinem Leben verändern, wenn du nicht auf jeden Gedanken sofort reagieren müsstest?
Ein Gedanke
Stille bedeutet nicht, dass nichts geschieht. Manchmal begginnt dort die
größte Veränderung.



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